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6. Jenaer Sportmanagement-Tagung


 

Pressemitteilung

Digitalisierung im Sport: Bestandsaufnahme, Potentiale und Risiken

6. Sportmanagement-Tagung in Jena

6. Referenten der Sportmanagement Tagung 2017 Foto Christoph Worsch (156)


Jena - Am 08.09.2017 fand bereits zum sechsten Mal die Jenaer Sportmanagement-Tagung statt. Mit brandaktuellen Vorträgen und offenen Diskussionen gewährte die Veranstaltung einen tiefen Einblick in die gegenwärtigen Entwicklungen der Sportmanagement-Branche. Organisiert wurde die Sportmanagement-Tagung von den Sportökonomen der Friedrich-Schiller-Universität Jena unter der Leitung von Prof. Dr. Frank Daumann.

Der Fokus der diesjährigen Sportmanagement-Tagung lag auf dem Thema der Digitalisierung im Sport. Der digitale Wandel nimmt mittlerweile in allen gesellschaftlichen Bereichen ein rasantes Tempo an. Die immer stärker greifende Digitalisierung der Gesellschaft verursacht auch interessante Entwicklungen in vielen Bereichen des Sports. Im Leistungssport kann sie heute über Siege entscheiden. Auch im Breitensport schreitet die Digitalisierung ebenso mit vielseitigen Angeboten voran. Außerdem entstehen Dank der Digitalisierung neue Geschäftsmodelle, Berufe und Management- bzw. Marketingstrategien. Die einhergehende Digitalisierung des Sports bringt jedoch nicht nur Vorteile, sondern auch Risiken mit sich, mit denen sich die Sportgemeinschaft ebenso auseinandersetzen muss (z. B. Manipulationen, Datenschutz, Technikabhängigkeit usw.).

Um sich im Rahmen der 6. Jenaer Sportmanagement-Tagung mit diesen und vielen anderen Aspekten der digitalen Transformation im Sport zu beschäftigen, sind nach Jena hochkarätige Referenten aus Hochschulen, Softwareunternehmen, Vermarktungsagenturen, Sponsoring treibenden Unternehmen, Vereinen und Verbänden gekommen. Damit zeichnete sich das Programm der 6. Jenaer Sportmanagement-Tagung durch das brandaktuelle Thema sowie durch die weitgehende Vielfalt der Vorträge aus. Über 100 Gäste aus ganz Deutschland besuchten die Veranstaltung, um sich über das Tagungsthema auszutauschen und spannende Vorträge anzuhören.

In Deutschland gibt es mittlerweile zahlreiche Sportmanagement-Tagungen. Was die Tagung Jena jedoch inhaltlich von anderen derartigen Veranstaltungen der Fachgemeinschaft unterscheidet und somit einzigartig macht, ist ihr Anspruch, das managementrelevante Wissen sowohl für den Profisport, als auch für den Amateursport zu generieren. Durch dieses Tagungskonzept kommt es in Jena zu einer Anhäufung von unterschiedlichen Berufsgruppen, die wahrscheinlich ohne dieses Forum so nie zusammengekommen wären. Auch das Ziel der 6. Jenaer Sportmanagement-Tagung bestand darin, die Auswirkungen des digitalen Wandels auf den Amateur- und Profisport herauszuarbeiten. Nach den Grußworten von Herrn Prof. Dr. Uwe Cantner (Vizepräsident der FSU Jena) und Prof. Dr. Frank Daumann (Leiter des Lehrstuhls für Sportökonomie und Gesundheitsökonomie an der FSU Jena) führte Prof. Dr. Hans-Jürgen Schulke im Rahmen einer Keynote in das Thema der Tagung ein. Danach lag der thematische Schwerpunkt auf der Digitalisierung im Breitensport. So berichtete Dustin Tusch (Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen) über digitale Angebote in- und außerhalb der Fitnessstudios und stellte Szenarien für die künftigen Einflüsse der Digitalisierung auf die Fitnessbranche dar. In drei folgenden Vorträgen stand die Digitalisierung im organisierten Sport im Mittelpunkt. So setzten sich Prof. Dr. Ronald Wadsack (Ostfalia Hochschule) und Rudolf Ehrlich (Leiter Sportentwicklung DSA Deutscher Sportausweis GmbH) mit Chancen und Auswirkungen der Digitalisierung in Sportvereinen auseinander. Im letzten Vortrag der ersten Tagungssession stellte Jörg Ammon (Vizepräsident des Bayerischen Landessportverbands) die digitale Transformation eines Sportverbands am Beispiel des BLSV dar.

Im zweiten Teil der Tagung ging es um die Digitalisierung im Profisport. Nach dem Vortrag von Prof. Dr. Julian Kawohl (Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin) über die Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle im Sport stellten Dr. Henning Stiegenroth (Leiter Sportmarketing bei der Telekom Deutschland GmbH) und Söhnke Preuß (Senior Director Digital bei der Lagardére Sports Germany GmbH) die Möglichkeiten der Profisportvermarktung im digitalen Zeitalter an Beispielen der Deutschen Telekom und der Lagardére Sports dar. Im letzten Tagungsvortrag erläuterte Martin Kling (Head of CCO Digitalization der Software AG) die ganzheitliche Digitalisierung der Arbeitsprozesse und der Kommunikation mit den Fans am Beispiel des SV Darmstadt 98. Außerdem überreichte im Rahmen der 6. Jenaer Sportmanagement-Tagung Prof. Gudrun Doll-Tepper (Vizepräsidentin des DOSB) das DOSB-Stipendium an Christian Knoll für den MBA-Studiengang Sportmanagement an der FSU Jena.

Qualifiziert und interessant waren nicht nur die Vorträge, sondern auch die Diskussionen im Rahmen der Sportmanagement-Tagung. Diese wurden mit großer Souveränität von Prof. Dr. Benedikt Römmelt (SRH Hochschule Heidelberg) moderiert. Die Veranstaltung klang mit einem gemütlichen "Get-2gether" aus.

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Friedrich-Schiller-Universität Jena
Fakultät für Sozial- und Verhaltenswissenschaften
Institut für Sportwissenschaft
Lehrstuhl für Sportökonomie und Gesundheitsökonomie
Seidelstr. 20

07749 Jena

 

Kontakt:

Lev Esipovich

Telefon: 03641/9-45600

Fax: 03641/9-45602

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